Verkehrstelematik in Österreich - Klimaschutz groß geschrieben
Realisierung von vier neuen Verkehrsbeeinflussungsanlagen

Beim Einsatz der Verkehrstelematik zum Klimaschutz nimmt Österreich die unbestrittene Vorreiterrolle in Europa wahr. Wir berichteten bereits im April 2008 über den Erfolg der ersten immissionsgesteuerten Anlage in Tirol ("VBA Umwelt" - Immissionsabhängige Tempolimits in Österreich). Seit Januar 2008 ist in Oberösterreich eine zweite Anlage in Betrieb.

 

Im Auftrag der ASFINAG als Betreiber der Autobahnen und Schnellstraßen in Österreich werden zurzeit vier weitere, sogenannte Verkehrsbeeinflussungsanlagen (VBA) "Umwelt" realisiert und in Betrieb genommen. Das Konsortium Siemens AG Österreich - Heusch/Boesefeldt GmbH (SHB) ist dabei für die Erstellung der jeweiligen Unterzentralen zuständig.

 

Die VBA in Tirol und Oberösterreich regeln die maximal zulässige Höchstgeschwindigkeit in Abhängigkeit von der jeweils gemessenen Stickoxid-Belastung. Dieses Verfahren wurde nun um die Berücksichtigung von Prognosen des Verkehrsverlaufs erweitert. Parallel dazu wurde an der TU Graz ein neues Verfahren entwickelt, welches die Regelung auf Basis der Feinstaub-Belastung ermöglicht. Auch dieses Verfahren berücksichtigt die in der VMIS-Zentrale berechneten Verkehrsprognosen. Heusch/Boesefeldt ist für die Realisierung, Integration und Inbetriebnahme der beiden Verfahren in den VBA Umwelt verantwortlich.

 

Aktuell realisiert SHB die Zentralen in den Ländern Salzburg, Kärnten, Steiermark sowie die Westerweiterung der Anlage in Tirol quasi parallel. Der extrem kurze Realisierungszeitraum von sechs Monaten für alle vier Unterzentralen zeugt von der Qualität und einfachen Konfigurierbarkeit der von Heusch/Boesefeldt erstellten UZ-Software.

 

Bis Januar 2009 sollen sich alle Anlagen im offenen Probebetrieb befinden. Bei den ersten Anlagen in Salzburg und Kärnten steht die Inbetriebnahme kurz vor dem Abschluss.