Qualität ist für unsere Kunden selbstverständlich
…entsteht aber verständlicherweise nicht von selbst!

Dementsprechend verfeinern wir auch nach 15 Jahren ISO9001-Zertifizierung noch unseren Entwicklungsprozess und passen ihn laufend an aktuelle Gegebenheiten an – wobei übrigens dieses ständige Streben nach Verbesserungen ein wesentlicher Bestandteil des Qualitätsmanagement-systems an sich ist.

Einen großen Schritt haben wir hierbei in den vergangenen zwei Jahren durch die Einführung eines Werkzeugs für das Testmanagement und die parallele Weiterbildung und Zertifizierung unserer Mitarbeiter getan. Inzwischen kann die Firma nach ISTQB zertifizierte Testmanager, Testanalysten und Tester vorweisen.

Da sich Qualitätssicherung in der Systementwicklung nicht auf das Testen von Software beschränkt, lag es nahe, die Thematik Testmanagement gleich auf das werkzeuggestützte Management des gesamten Software-Lebenszyklus auszudehnen. Gerade bei Software muss Qualität im Prozess verankert sein und kann nicht im Nachhinein „aufgepfropft“ werden.
So fiel die Entscheidung, das Produkt SpiraTeam® einzuführen. Inzwischen wird der gesamte Projektzyklus über das Werkzeug verwaltet und nachvollziehbar dokumentiert. Beginnend mit den Anforderungen an die Software, über die zugeordneten Testfallspezifikationen, Ergebnisse der Testdurchführungen und das Releasemanagement bis hin zum Bugtracking unterstützt das Tool den gesamten Prozess der Systementwicklung gleichermaßen, wie die analogen Tätigkeiten bei Betrieb und Instandhaltung der Systeme.

Unsere Kunden erhalten über Internet Zugang zum System und sind somit optimal in den Qualitätssicherungsprozess integriert. Der Status von Tests, Bugs, Releases usw. ist jederzeit transparent nachvollziehbar und die benötigten Reports lassen sich automatisch in gängigen Office-Formaten exportieren.

Offen geblieben ist nach der Einführung von SpiraTeam® lediglich die Frage der Qualität des Source Codes an sich. Hierbei stehen die übergeordneten Qualitätsziele der Wartbarkeit und Nachhaltigkeit von Software im Fokus, welche sich über die Analysierbarkeit, Änderbarkeit, Stabilität und Testbarkeit definieren lassen. Solche Ziele sind in der Regel bisher kaum vernünftig messbar.

Ein Lösung hierzu haben wir in 2012 erstmals in einem Projekt für das niederländische Verkehrsministerium Rijkswaterstaat umgesetzt. Richtlinien für Programmierung, Code Duplikate und Code Komplexität sowie die Testabdeckung bei Modultests sind in fast 120 automatisch prüfbaren Regeln abgebildet, welche auf den fertigen Source Code angewandt werden.

Technisch erfolgte die Umsetzung mit Hilfe des Open Source Projektes „Sonar“ (www.sonarsource.org). Sonar stellt einen Server bereit, der unter Einbindung weiterer Softwarequalitätswerkzeuge die benötigten Funktionen zur Ermittlung der Qualitätsmetriken bereitstellt. Das Bild zeigt das Beispiel einer Statusübersicht eines Moduls:



Auch hier ist für unsere Kunden vollständige Transparenz gegeben: sobald ein entwickeltes Modul zur Bewertung in Sonar eingestellt wurde, werden die Qualitätskennzahlen ermittelt und sind sofort über Internet abrufbar.

Alles paletti? Keineswegs! Wie schon einleitend gesagt, kontinuierliche Verbesserung ist ein wesentliches Ziel des Qualitätsmanagements. Dementsprechend planen wir auch schon den nächsten Schritt: weitgehende Testautomatisierung auch bei Systemtests der grafischen Benutzeroberfläche mit automatisierter Testdokumentation über SpiraTeam®.

Ein abschließender Hinweis: Qualität ist also nicht selbstverständlich. Dementsprechend führen die notwendigen Maßnahmen zu Kosten im Projekt, die einzuplanen sind. Über die Lebenszeit eines Systems machen sich diese initialen Kosten allerdings allemal bezahlt!