NDW
Rijkswaterstaat eröffnete Nationale Datenbank für Straßenverkehrsinformationen

Am 6. Juli 2009 eröffnete der niederländische Verkehrsminister, Mijnheer Eurlings, die Nationale Databank Wegverkeersgegevens, kurz NDW. NDW - ins Deutsche übersetzt heißt dies Nationale Datenbank für Straßenverkehrsinformationen - sammelt alle verfügbaren Informationen und Daten über den Straßenverkehr in den Niederlanden und macht diese an zentraler Stelle für Datenabnehmer wie z.B. Service-Provider über den DATEX-II-Standard wieder verfügbar.

Heusch/Boesefeldt hat für NDW zur Darstellung der verfügbaren Informationen den "Viewer" entwickelt. Genutzt wurde hierfür die GoogleMaps™-Technologie und als Basis unser Produkt TrafficMap. Die große Herausforderung war hierbei, die schiere Menge von fast 30.000 Messstellen mit ihren Verkehrsdaten und zugehörigen Reisezeitsegmenten zu verarbeiten und über einen Webbrowser zu visualisieren. Neben einer grafischen Netzdarstellung mit Einfärbung der Verkehrszustände über die Reisezeit kann der Benutzer durch Anklicken einer Messstelle auch Diagramme der zurückliegenden Messdaten abrufen.

Das niederländische Verkehrsministerium Rijkswaterstaat verfolgt mit der NDW-Initiative das Ziel, dem Verkehrsteilnehmer eine bestmögliche Versorgung mit Verkehrsinformationen zu gewährleisten, und erhofft sich so u.a. eine deutliche Reduzierung von Staus. Langfristiges Ziel ist es, alle verfügbaren Daten und Informationen über den Straßenverkehr zu integrieren.

Bis 2012 sollen so Informationen über mindestens 5.500 km Straßennetz, also 50-60% des niederländischen Straßennetzes, verfügbar sein. Um dies erreichen zu können hat Rijkswaterstaat die NDW als eigene Organisationseinheit im Ministerium aufgebaut und vor allem auch die Provinzen mit ins Boot genommen. Neben Rijkswaterstaat selbst sind zurzeit die Provinzen Nord-Holland, Süd-Holland, Utrecht und Nord-Brabant, die Stadtregionen Haaglanden, Rotterdam, Amsterdam, Utrecht, Eindhoven und Arnheim-Nijmegen sowie die Gemeinden Utrecht, Rotterdam, Den Haag und Amsterdam beteiligt.