Freie Bahn durch Seitenstreifenmitbenutzung
Erleichterung der Fahrstreifenwechsel und Erhöhung der Kapazität durch permanente Nutzung des Verflechtungsstreifens

Das Autobahnkreuz Hannover-Ost (A2/A7) ist bis Mitte August 2013 umfangreich umgebaut worden. Ziel der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr war es, diesen stark frequentierten Streckenabschnitt sicherer zu machen. Zur Harmonisierung und Risikominimierung wurde der Seitenstreifen zwischen Hannover-Ost und der Anschlussstelle Lehrte zur permanenten Nutzung freigegeben. Diese Freigabe erleichtert das Ein- und Ausfädeln bei sehr hoher Verkehrsbelastung und verbessert damit den Verkehrsfluss. Durch diese Kapazitätserweiterung werden zudem Staus vermindert, was wiederum ein Beitrag zu einer nachhaltigen Mobilität ist. Um das Sicherheitsrisiko z.B. durch ein Pannenfahrzeug einzudämmen, wurden zudem in jeder Fahrtrichtung drei Nothaltebuchten eingerichtet.

Mit der Freigabe des Seitenstreifens für die permanente Nutzung ergab sich die Notwendigkeit einer entsprechenden Beschilderung. An dieser Stelle hat man sich auf eine variable Spurführung verständigt, um somit Baustellen- und Unfallsituationen im Verflechtungsbereich situationsgerecht behandeln zu können.

Auf dem 3,5 km langen Abschnitt lenken insgesamt 14 programmierbare LED-Tafeln die Verkehrsströme. Durch Anzeige der aktuellen Spurführung wird der Verkehrsteilnehmer geleitet und über Störungen und eventuelle temporäre Sperrungen des Verflechtungsstreifens informiert.

Die LED-Tafeln werden über die Verkehrsmanagementzentrale gesteuert und können bei Bedarf ohne Zeitverzögerung Hinweise anzeigen. Mit den Anzeigen lassen sich rund 120 unterschiedliche Szenarien bei Unfall oder Baustelle in vom Kunden festgelegten Prioritäten in Sonderprogrammen, die zusätzlich die vorhandenen dynamischen Wechselverkehrszeichenbrücken mit berücksichtigen, schalten. Die Software zur Steuerung und Bedienung wurde von Heusch/Boesefeldt programmiert.

 Zustandsbild

Zur Unterstützung der Operatoren wurden in diesem Umfeld die üblichen Filtermechanismen im Sonderprogrammdialog deutlich erweitert, so dass es jetzt möglich ist, trotz der Fülle der Sonderprogramme stets den Überblick über die aktuellen Vorgaben und die möglichen Alternativen zu behalten.

Geschaltetes Sonderprogramm

04/2017