Seit Anfang Februar 2007 ist das Verkehrssystemmanagement im Großraum Leipzig vom Auftraggeber - der DEGES - abgenommen. Hierbei hat die DEGES die Projektkoordination aller Gewerke im Auftrag des Landes Sachsen-Anhalt, des Freistaats Sachsen und der Stadt Leipzig wahrgenommen. Nachdem die erste Bauphase mit der Möglichkeit zur manuellen Ansteuerung der dWiSta-Tafeln pünktlich zur Fußball WM 2006 in Betrieb genommen werden konnte, erfolgte am 01.02.2007 die Abnahme der Unterzentralen für die Steuerung der Netzbeeinflussung und Ansteuerung der dWiSta im Bereich der BAB und am 02.02.2007 die Abnahme der innerstädtischen Verkehrsmanagementzentrale, die von unserem ARGE-Partner GEVAS software GmbH erstellt wurde.
Die Unterzentralen basieren auf dem von der Heusch/Boesefeldt GmbH entwickelten GeoDyn2®-System zur Datenhaltung und -verteilung einschließlich der grundlegenden Systemfunktionalitäten, sowie auf den für das GeoDyn2®-System zur Verfügung stehenden Standardkomponenten zur Datenaufbereitung, Bedienung und Visualisierung sowie Protokollierung.
Bei dem Steuerungsmodell und dem angeschlossenen Strategiemanager zur Kombination der eigenen Anforderungen und der Anforderungen aus der innerstädtischen Verkehrsmanagementzentrale handelt es sich um projektspezifische Prozesse. So ist es über den Strategiemanager möglich, konsolidierte Schaltungen zu generieren, die neben den Anforderungen der BAB und der Stadt auch den Zustand der dWiSta mit berücksichtigen, in dem bei Ausfall einzelner Textfelder zusammengefasste Texte für die verbleibenden Ausgabeeinheiten definiert werden können.
Für die gesamte Kommunikation der Zentralen untereinander als auch der Zentralen mit den jeweiligen Kommunikationsrechnern der Außenanlagen wird einheitlich das IP-basierte Protokoll TLSoverIP eingesetzt, wie es 2004 von der ASFINAG (Österreich) definiert wurde.
Auf dem Projektabschlussgespräch am 28.02.2007 beschrieben die Anwender bereits Nutzungen der dWiSta, die über die ursprünglichen Planungen hinaus gehen. So kann durch die hohe Variabilität der eingesetzten Technik und der entsprechend ausgegestalteten Bediensoftware beispielsweise der LKW-Verkehr bereits im Vorfeld auf einen überfüllten Parkplatz hingewiesen werden, so dass in der Folge der Rückstau an der Parkplatzeinfahrt positiv beeinflusst wird. Auch werden die dWiSta genutzt, um vor nur manuell erfassten Staus im Bereich der Baustelle auf der A14 westlich des Autobahnrings um Leipzig zu warnen.
Nachdem die Aufstellung der dWiSta-Tafeln im Bereich von Anschlussstellen zu Projektbeginn durchaus kritisch hinterfragt wurde, überlegen die Betreiber bereits wenige Monate nach der ersten manuellen Schaltung, gerade in diesem Bereich die Ausrüstung zu vervollständigen.
Abschließend sei hier der auf dem Projektabschlussgespräch geäußerte Dank von allen und an alle Beteiligten, sowohl auf Seiten des Auftraggebers, der Bauüberwachung, dem Lieferanten der Außenanlagen und unserer ARGE für die konstruktive Zusammenarbeit wiedergegeben.
Erst hierdurch wurde es möglich, dieses Projekt mit so vielen Projektbeteiligten unter dem Zeitdruck der WM und Bearbeitung entsprechend V-Modell 97 erfolgreich abzuschließen.

